Ecuador (Bildung)
Initiatorin: Simona Kobel
(GREEN BOOTS, Biologin, Geschäftsleiterin)
Projektdauer: Mai bis Dezember 2026
Projektstatus: Umsetzungsphase
Projektziel: Unterstützung der indigenen Achuar in Ecuador / Regenwaldschutz
Die tropischen Regenwälder Ecuadors gehören zu den ältesten und artenreichsten der Welt. Das Projektgebiet am Rio Pastaza in der Provinz Pastaza liegt in einer besonders biodiversen Urwaldregion, die jedoch stark durch Abholzung, Rohstoffförderung und Landnutzungsdruck bedroht ist. Dies gefährdet sowohl den Regenwald als auch die Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung und führt zu zunehmender Landflucht.
Das Projekt setzt beim indigenen Volk der Achuar an, das traditionell eine zentrale Rolle beim Schutz des Regenwaldes einnimmt. Denn verschiedene Studien bestätigen, dass von indigenen Gemeinschaften verwaltete Regenwaldgebiete am besten vor Raubbau geschützt sind. Um diese Schutzfunktion langfristig zu sichern, unterstützen wir die Achuar dabei, ein selbstbestimmtes und zeitgemässes Leben und Arbeiten im Wald zu sichern.
In der abgelegenen Gemeinde Kapawari mit rund 110 Einwohner:innen und einem zusammenhängenden Waldgebiet von 75’000 ha unterstützen wir seit mehreren Jahren eine nachhaltige Gemeindeentwicklung.
Ziel des vorliegenden Projekts ist der langfristige Schutz des Amazonas-Regenwaldes durch die Stärkung der Selbstversorgung der Gemeinde. Neun Familien werden im biologischen Gemüseanbau geschult, um die Eigenversorgung mit gesunden Lebensmitteln zu verbessern.
Für die Umsetzung wird ein indigener Agrartechniker aus Tuna, einem Nachbardorf, die Dorfbevölkerung im Gemüseanbau für den Eigenbedarf ausbilden und begleiten. Mit ihm zu arbeiten ist vorteilhaft, weil er die Stammessprache spricht und das Klima und die Böden im Wald kennt. Bei seinem ersten Einsatz bleibt der Agraringenieur mehrere Wochen im Wald und besucht das Dorf danach einmal pro Monat, um weitere Tipps und Anleitungen zu geben. Diese monatlichen Besuche werden bis Ende Jahr fortgesetzt. Neben verschiedenen an die Region angepassten Gemüsesorten wird auch Trockenreis und Mais angepflanzt.
Durch die Verbesserung der Lebensbedingungen erhalten die Achuar eine dauerhafte Perspektive in ihrer Heimat und tragen durch ihre Präsenz direkt zum Schutz des Regenwaldes vor weiteren Eingriffen bei.
Links: GREEN BOOTS







