Nigeria (Wald-Ressource)
Initiatorin: Simona Kobel
(GREEN BOOTS, Biologin, Geschäftsleiterin)
Projektdauer: 01.01.2027 – 31.12.2027
Projektstatus: in Planung/ Vorbereitung
Projektziel: Stärkung von Waldgemeinden in Nigeria – Ein sozio-kulturelles Ökoprojekt.
Die Fläche des Primärregenwaldes in Nigeria hat sich in den letzten 100 Jahren um rund 90 Prozent verringert. Heute sind nur noch rund 20 Prozent der Landesfläche bewaldet. Im Bundesstaat Cross-River im Südosten Nigerias sind die letzten verbliebenen Flachlandregenwälder durch illegalen Holzschlag, Wilderei, landwirtschaftliche Expansion und Kleinbergbau akut bedroht.
Diese Entwicklung trifft die ländliche Bevölkerung besonders hart. Waldnahe Gemeinden sind für ihren Lebensunterhalt direkt von den Waldressourcen abhängig und haben kaum Alternativen. Zudem sind sie den Folgen des Klimawandels besonders ausgesetzt. AMT FÜR AUFBAU unterstützt dieses Projekt von GREEN BOOTS und seiner lokalen Partnerorganisation, das dazu beitragen soll, die Lebensbedingungen der Gemeinden nachhaltig zu verbessern und den Wald als ihre zentrale Lebensgrundlage zu erhalten.
«Frauen als Trägerinnen des Wandels»
Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Nutzung natürlicher Ressourcen und sie sind entscheidend für den Erfolg jeder nachhaltigen Entwicklung. In vier Gemeinden werden acht Frauenkooperativen gegründet, die je 20 Mitglieder umfassen. Diese Gruppen erhalten Schulungen zu Unternehmertum, Sparsystemen und nachhaltiger Produktion. Ziel ist es, Frauen zu befähigen, eigene Einkommen zu erzielen, sich in Entscheidungsprozesse einzubringen und als Vorbilder in der Gemeinde zu wirken. Die Erfahrungen in der in der Vergangenheit haben bereits bewiesen, dass gut organisierte Frauengruppen massgeblich zur Stabilität und Akzeptanz von Naturschutzmassnahmen beitragen.
Dieses sozio-kulturelle Ökoprojekt baut auf den folgenden Hauptpfeilern auf:
- Eco-Guards im Einsatz gegen illegale Aktivitäten unterstützen.
- Rund 160 Frauen durch Kooperativen und Schulungen sozial und wirtschaftlich stärken.
- Nachhaltige Einkommen durch Bienenzucht und umweltfreundlichen Kakaoanbau fördern.
- Naturschutzclubs an vier Schulen gründen.
- In Dorfdialogen gemeinsame Regeln zur nachhaltigen Ressourcennutzung erarbeiten und festschreiben.
Dieser kombinierte Ansatz stärkt den Schutz der biologischen Vielfalt und verbessert die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung. Zudem fördert er ihre soziale Teilhabe und wirtschaftliche Perspektive und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber dem Klimawandel.
Links: GREEN BOOTS





